Inhaltlich geht es um die Rolle Bayerns als starke und vorbildliche Region Europas , mit unterschiedlicher Sichtweise über Regionen in Frankreich und Deutschland.

Wir - das IEM - halten den Ansatz für gut, dass eine politische Stärkung der EU-Regionen innerhalb eine föderalen und subsidiären EU-Grundordnung erfolgt, weil die Regionen die Menschen besser erreichen.
Der bayerischen Staatsregierung haben wir dies als gutes EU-Thema vorgeschlagen.
Dazu werden wir voraussichtlich in 2019 eine eigene Konferenz organisieren.
 

Einstieg ins  Thema:

Angesichts der im Gang befindlichen Polarisierung vor allem von USA und China, eines sich abzeichnenden Multilateralismus, der exponierten geographischen Lage und der demographischen Schieflage muss Europa sich auf seine Besonderheit besinnen, seine zukünftige Rolle bestimmen und behaupten. Die Gefahr einer von außen betriebenen Vereinzelung europäischer Staaten ist ernst zu nehmen.

Die extremen Größenunterschiede der EU-Staaten (Malta - D = 1:100), die Zusammensetzung großer Nationalstaaten aus gewachsenen Regionen (z.B. Wales, Schottland, Katalonien, Elsass, Wallonien), die Existenz autonomer Regionen (z.B. Südtirol, Baskenland) und solcher, die eine frühere Staatlichkeit hatten und eine starke Identität bewahrt haben (z.B. Bayern). Die Vorteile zwischen-staatlicher regionaler Kooperation (z.B. Bodenseeregion, Region Basel) sind beträchtlich ausbaufähig.

Der Leitsatz des „Menschlichen Maßes“ bedeutet gesunde, ökologisch unbedenkliche, gewaltfreie, überschaubare Verhältnisse. Dazu gehört u.a. ein Anhalten der Konzentration in der europäischen Wirtschaft, der Vereinheitlichung und Bevorzugung von Größe. Dezentrale Strukturen, der Mittelstand, kleine Einheiten (z.B. in der Landwirtschaft) dürfen nicht weiter benachteiligt werden.

Inwieweit  Bayern hierfür als ein Vorbild dienen?

Was denken andere Europäer - insbesondere die Franzosen - darüber ?

Zur Person der Referentin:
Cécile Prinzbach (*1970) 
ist als gebürtige Deutsch-Französin sowohl in Deutschland als auch in Frankreich aufgewachsen. Nach dem deutschen Abitur belegte sie als DAAD-Stipendiatin an der Sorbonne de Paris das fächerübergreifende Schwerpunktstudium „Études franco-allemandes“ („Deutsch-französische Studien“). Im Anschluss absolvierte sie in München ein Studium der Politikwissenschaft und Rechtswissenschaften mit den Schwerpunkten Europa und Internationale Politik sowie Öffentliches, Europa- und Völkerrecht. Zehn Jahre lang arbeitete sie als Journalistin und Moderatorin in TV, Rundfunk und Print, danach als selbständige Beraterin und Unternehmerin vor allem in der Digitalbranche. Seit drei Jahren konzentriert sie sich auf ihre zivilgesellschaftlichen und politischen Engagements. Die überzeugte Europäerin ist unter anderem Gründer-Mitglied und im lokalen Organisationsteam von Pulse of Europe München, Mitglied des Vorstands der Europa-Union München und Gründermitglied des überparteilichen ProEuropaNetzwerk München&Oberbayern.
 
Cécile Prinzbach Kreisvorsitzende der FDP München-Ost und Mitglied des Bundes- sowie Landesfachausschuss für Außen-, Europa- und Internationale Politik. Für die FDP Bayern wird sie sich als Kandidatin zur Europawahl 2019 bewerben. Sie ist Mitglied des Vorstands der Deutschen Gruppe der Liberal International (DGLI) und Vorsitzende der DGLI Bayern. Neben ihrem Engagement in der FDP, wurde sie - als deutsch-französische Doppelstaatlerin - Anfang 2017 auch Mitglied bei Macrons Bewegung En Marche (jetzt République en Marche) und kämpfte im „Commité local“ der Auslandsfranzosen in München für Macrons Wahlsieg.
 
https://www.freiheit.org/macron-moechte-einen-neustart-der-europaeischen-idee

 

Zitat aus  SAMSTAG, 25.08.2018 F.A.Z. - FEUILLETON

Alternative zum Weltuntergang

Wir leben in einem Zeitalter der Kreuzzüge. Wer wie Joschka Fischer fordert, Europa müsse eine Weltmacht werden, hat die Lehren der Geschichte nicht verstanden. Es gibt ein Land, das der EU als Modell dienen könnte. Von Peter Gauweiler

.....Wie auch immer – Europa, die Schweiz der Welt! So spricht politische Klugheit. Bei dieser Wiederbegegnung mit Sebastian Haffner kam mir auch noch der Staatsrechtler Hans-Peter Schneider in den Sinn, den ich bei den Verfassungsprozessen in Karlsruhe gegen die Ausschaltung des Bundestags durch die sogenannte Euro-Rettung kennen und schätzen gelernt hatte. Er war damals als Prozessbevollmächtigter der Linksfraktion aufgetreten.

Dieser eigentlich völlig unlinke Staatsrechtler hatte mir seine staatsrechtlichen Überlegungen zur „Confoederatio Helvetica“ verehrt, die er seinen Schülern als „Alternative zum Weltuntergang“ vorgestellt hatte – allen, die dem angekündigten „Clash of Civilizations“ nicht tatenlos zusehen wollen: Wo „Größe ohne Ausdehnung“ zum Identifikationsmuster eines Landes gehört. Ebenso einmalig wie das schweizerische „Volk ohne Nation“, wo sich ein Staatsvolk als Inbegriff von Gemeinde- und Gliedstaatsbürgern von unten nach oben definiert.

Regiert von einer „Demokratie ohne Parteien“, bei der das Volk sogar gegen gemeinsame Ziele aller großen Parteien aufbegehren kann. Und nicht am unwichtigsten: ihre „Tradition ohne Nostalgie“: Die Schweiz gehört heute zu den modernsten und ökonomisch wie kulturell am weitesten entwickelten Staaten dieser Welt. Auch so geht „Weltmacht Europa“, aber eben nur anders.

München

Cecile Prinzbach ist Vorsitzende FDP Kreisverband München-Ost - Kandidatin zur Europawahl 2019 für die Freien Demokraten, Vorstand Europa-Union München, Gründer- und Organisationsteam Pulse of Europe München und des ProEuropaNetzwerk München & Oberbayern

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