Der Wahlbericht „European Elections from the Inside“ stellt die Ergebnisse der Wahl zum Europäischen Parlament 2019 aus einer europäischen und nationalen Perspektive dar. Gemeinsam mit den Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung wurde zu jedem der 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) eine kompakte Übersicht erstellt, welche die Resultate in den jeweiligen Ländern vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen analysiert. Die Berichtsreihe leistet damit einen maßgeblichen Beitrag zu einem tiefergehenden Verständnis des Gesamtergebnisses der Europawahl 2019. Er steht den Mitgliedern des IEM vollumfänglich zur Verfügung, siehe Mail

Die Fraktionen im Europäischen Parlament der Legislaturperiode 2014 – 19
› Europäische Volkspartei (EVP)
1976 gegründet. Größte Fraktion während der Legislaturperiode 2014-19. Vereint Christdemokraten, Konservative und politische Kräfte der Mitte. Steht für ein vereintes Europa.
Exemplarische Mitglieder: CDU und CSU, CDA (Niederlande), Kristdemokraterna (Schweden)
› Progressive Allianz der Sozialdemokraten (S&D)
Existiert unter heutigem Namen seit 2009. Mitte-Links Bündnis steht für eine integrative europäische Gesellschaft, die auf den Prinzipien Freiheit, Gleichheit, Solidarität beruht.
Exemplarische Mitglieder: SPD, Parti Socialiste (Belgien), Sozialdemokratische Partei Österreichs, Partidul Social Democrat (Rumänien)
› Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa (ALDE)
Besteht seit 2004. Steht für eine liberale Gesellschaft, Politik und Wirtschaft. Exemplarische Mitglieder: FDP, Venstre (Dänemark), Mouvement démocrate (Frankreich), Liberal Democrats (Vereinigtes Königreich)
› Die Grünen / Freie Europäische Allianz (Grüne)
1984 erstmals ins Parlament eingezogen. Setzt sich für ein starkes Europa in den Bereichen Umweltschutz, Frieden, soziale Gerechtigkeit und für gerechte Globalisierung ein. Exemplarische Mitglieder: Bündnis 90/Die Grünen, Déi Gréng (Luxemburg), Ecolo (Belgien)
› Europäische Konservative und Reformer (EKR)
2009 gegründet. Kritisch gegenüber tieferer EU Integration. Die Union muss Fokus auf die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsstaaten legen und funktionsfähiger werden. Exemplarische Mitglieder: Prawo i Sprawiedliwość (Polen), Schwedendemokraten, Conservative Party (Vereinigtes Königreich)
› Europa der Freiheit und der direkten Demokratie (EFDD)
2004 gegründet. Umfasst Parteien des EU-skeptischen Spektrums. Tritt für eine offene und verantwortliche Zusammenarbeit zwischen souveränen europäischen Staaten ein. Exemplarische Mitglieder: AfD, Les Patriotes (Frankreich), MoVimento 5 Stelle (Italien)
› Europa der Nationen und der Freiheit (ENF)
2015 gegründet. Mitglieder als rechtspopulistisch und rechtsextrem charakterisiert. Stellt sich gegen Europäische Integration; Schwerpunkt auf nationaler Kompetenz und Identität. Exemplarische Mitglieder: Rassemblement National (Frankreich), Lega Nord (Italien), Partij voor de Vrijheid (Niederlande), Freiheitliche Partei Österreichs
› Vereinigte Europäische Linke / Nordische Grüne Linke (GUE/NGL)
Besteht seit 1994. Im politischen Spektrum links, teils EU-skeptisch verortet. Ein Neustart für Europa basierend auf Solidarität, Gleichheit, Freiheit erforderlich.
Exemplarische Mitglieder: Die Linke, Syriza (Griechenland), Sinn Féin (Irland), Podemos (Spanien)
› Unabhängige Abgeordnete und Einzelvertreter von Parteien

Ranking der Höhe der Wahlbeteiligung der Europäischen Mitgliedsstaaten
1. Belgien 88 % !
2. Luxemburg 84 % !

3. Malta 73 %
4. Dänemark 66 %
5. Spanien 64 %
6. Deutschland 61 %

7. Österreich 60 %
8. Griechenland 59% !

9. Schweden 55 %
10. Italien 55 %
11. Litauen 53 %
12. Rumänien 51 %

13. Frankreich 50 %

14. Irland 50 %
15. Polen 46 %
16. Zypern 45 % !
17. Ungarn 43 %
18. Niederlande 42 %

19. Finnland 41 %
20. Estland 38 %
21. Ver. Königreich 37 %

22. Lettland 34 %
23. Portugal 31 %
24. Bulgarien 31 % !
25. Kroatien 30 %
26. Tschechien 29 %
27. Slowenien 28 %
28. Slowakei 23 %

Der Bericht der KAS des Gesamtergebnisses der Europawahl 2019 steht den Mitgliedern des IEM vollumfänglich zur Verfügung, siehe Mail